Das TIG-Schweißen kann eingesetzt werden, um hochwertige, saubere Schweißnähte an den meisten Werkstoffen zu erzeugen, wie Stahl, Edelstahl, Aluminium, Nickellegierungen, Magnesium, Kupfer, Messing, Bronze und Gold. Der TIG-Brenner spielt dabei eine wesentliche Rolle, da er mehrere Schlüsselfunktionen im TIG-Verfahren übernimmt. Beim Verfahren wird eine Wolframelektrode verwendet, um das Metall zu schmelzen, während das Argon-Schutzgas das Schmelzbad vor der Umgebungsluft schützt. Der TIG-Brenner dient gleichzeitig als Elektrodenhalter und versorgt den Schweißlichtbogen elektrisch, während er das Schutzgas leitet. Damit ein Brenner leistungsfähig ist, müssen vor allem die ihn bildenden Teile und Zubehörteile von gleicher Qualität und gut auf den gewünschten Einsatzzweck abgestimmt sein.
In unserer Auswahl finden Sie alles, was Sie benötigen, um Ihren TIG-Schweißbrenner korrekt zu betreiben, egal ob luft- oder wassergekühlt. Düsen, Elektrodenspannzangen, Diffusoren, Kappen, verschiedene Dichtungen … hier finden Sie Teile und Zubehör für TIG-Brenner in einwandfreier Qualität. Auch wenn Sie einen TIG-Brenner und sein Zubehör ausschließlich für eine bestimmte Anwendung kaufen, sollten Ihre persönlichen Vorlieben ebenfalls berücksichtigt werden. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen die besten verfügbaren Produkte an und stehen Ihnen jederzeit vollständig zur Verfügung für etwaige Fragen und zusätzlichen Informationsbedarf.
Der TIG-Brenner und seine Komponenten
Der Schweißbrenner ist das unverzichtbare Werkzeug für den ordnungsgemäßen Betrieb des gesamten TIG-Schweißkreislaufs. Die TIG-Brennermodelle sind je nach Schweißbedarf als luft- oder wassergekühlte Variante erhältlich. Im Allgemeinen gliedert sich der TIG-Brenner in zwei separate Teile: das Schlauchpaket und den Griff.
Das Schlauchpaket des TIG-Brenners
Das Schlauchpaket ist eine Neopren-Schutzummantelung für komfortables Arbeiten, die Folgendes umschließt:
- das Elektrokabel
- der Zuführungsschlauch für das Schutzgas
- das Ein-/Aus-Steuerkabel des Stromkreises
- die beiden Schläuche für den Kühlmittelumlauf bei wassergekühlten Brennern.
Am anderen Ende des Schlauchpakets befinden sich die Stecker, Anschlüsse und Stifte für die Verbindung mit dem Schweißgerät. Für Geräte nach EU-Standard und den Anschlussstift für den Schweißstromdurchgang gibt es zwei Typen: 10/25 mm² und 30/50 mm². Es gibt Geräte mit komplexen Steckern, die weitere Funktionen als Ein/Aus ermöglichen, z. B. den Anschluss eines Brenners mit Doppelsteuerung für zwei verschiedene Stromstärken, eines Brenners mit Rädchen zur Regelung der Stromstärkenvariation während des Schweißens, eines Fußpedals …
Der Griff des TIG-Brenners
Der Griff hat oft eine pistolenähnliche Form. Universalmodelle verfügen über Griffe, die für möglichst viele Benutzer geeignet sind. Der manuelle Ein-/Aus-Steuerknopf mit Metalllamelle oder Kontaktschalter ist am Griff angebracht; er löst die Hochfrequenzzündung und die Steuerung des Gaseinlassmagnetventils aus. Der Brennergriff, als wichtiges Element beim Schweißen, ist starker Beanspruchung ausgesetzt, weshalb seine austauschbaren Teile sorgfältig bevorratet werden sollten.
An der Vorderseite des Griffs lassen sich folgende Teile erkennen:
- die Düse
- der Gasdiffusor mit Loch oder Gitter
- die Elektrodenspannzange
- die Teflondichtung.
Der Schutzkopf, auch Stopfen, Kappe, Deckel oder Spannkappe genannt, befindet sich an der Rückseite des Griffs und ist oben aufgeschraubt.
Der TIG-Brenner nimmt die Wolfram-Elektrode auf; deren Durchmesser hängt von der zu schweißenden Materialdicke ab, ihre Zusammensetzung entspricht dem zu schweißenden Metalltyp. Die verschiedenen Teile des Brenners sind daher auf den Durchmesser der Wolframelektrode abgestimmt, weshalb passende Verschleißteile griffbereit sein müssen.
Für anspruchsvolle Schweißer gibt es hochentwickelte Brenner mit Kugelgelenk-, Winkel- oder schwenkbaren Griffen … es gibt auch die Fußpedalsteuerung für Schweißarbeiten in sitzender Position. Die immer häufiger eingesetzten Pedale ermöglichen es, die Stromstärke direkt mit dem Fuß zu regeln, und entlasten die Handgelenkbeweglichkeit.
Die am häufigsten austauschbaren Zubehörteile
Die Brennerdüse für das TIG-Schweißen
Die beim TIG-Schweißen verwendeten Düsen bestehen meist aus Keramik (dunkelrosa) für hohe Leistung, können aber auch aus Aluminium (hellrosa) oder Korund (weiß) gefertigt sein. Ihr Durchmesser kann je nach Schweißintensität zwischen 6 mm und 20 mm variieren.
Die beim TIG-Schweißen verwendeten Düsen sind feuerfest; sie können opak oder transparent sein. Das Innendesign der Düse sowie die jeweiligen Positionen von Elektrode und Düse müssen einen turbulenzfreien Gasfluss gewährleisten. Einige Düsen sind mit einem internen Diffusor ausgestattet.
Die Düse ist austauschbar und wird auch entsprechend der Dicke der zu schweißenden Werkstücke sowie der Ausführungsmethode gewählt. Je nach Schweißart unterscheiden sich Größe und Kapazität der Düse. Beim Flachschweißen rechnet man im Allgemeinen mit 100 l/h pro mm Werkstückdicke, beim Vertikalschweißen mit 50 bis 80 l/h pro mm Dicke.
Die Wahl der Düse ist keineswegs nebensächlich und kann in bestimmten Anwendungen einen entscheidenden Einfluss auf das Erscheinungsbild und die Qualität der Schweißnaht haben. Dennoch werden alle Systeme (Geräte, Schlauchpakete, Brenner) standardmäßig mit Diffusor und Standarddüse geliefert. Diese Teile haben die Funktion, um das Schmelzbad sowie hinter der Wiedererstarrungszone des Metalls ein sauerstofffreies Volumen zu erzeugen, um die Oxidbildung unter dem Einfluss hoher Temperaturen zu verhindern. Ein Phänomen, das je nach Anwendung, den zu fügenden Werkstoffen und den Anforderungen an das Erscheinungsbild mehr oder weniger bedeutsam ist. Standarddüsen stellen daher den idealen Kompromiss für den allgemeinen Einsatz und bei Aluminiumlegierungen dar.
Die Elektrodenspannzange
Die Elektrodenspannzange ist je nach Schweißbrenner erhältlich und wird in verschiedenen Längen und Durchmessern angeboten, die von 1 mm bis 3,2 mm variieren.
Die TIG-Brennerkappe
Die Brennerkappe oder der Schutzkopf ist in drei Ausführungen erhältlich: kurz, besonders nützlich für Schweißarbeiten in beengten Räumen, mittel und lang für den normalen Gebrauch, sodass eine ganze Wolframelektrode darin Platz findet.
Gasdiffusor mit Löchern und Gasdiffusor mit Gittern
Die Schutzgasverteilung mit einem Gitterdiffusor ist deutlich besser als mit einem Lochdiffusor. Mit einem Gitterdiffusor gibt es keine Turbulenzen oder Störungen des Gasflusses im Inertisierungskegel. Die Wolframelektrode kann mehr als 10 mm aus der Düse herausstehen, ohne dass eine Kontaminierung durch die Umgebungsluft auftritt.
Allerdings ermöglicht die Verwendung des Gitterdiffusors eine problemlose Reduzierung des Gasdurchflusses um etwa ein Drittel, was eine beachtliche Einsparung ermöglicht; die Mehrkosten des Gitterdiffusors werden durch die Gaseinsparung mehr als aufgewogen.
Der Rat unserer Experten zur Montage eines TIG-Brenners
Das Zusammensetzen der Elemente eines TIG-Brenners muss Schritt für Schritt erfolgen, da sonst der Brenner möglicherweise nicht korrekt funktioniert oder – schlimmer noch – eine fehlerhafte Montage irreversible Schäden verursachen kann.
Üblicherweise beginnt man damit, auf einer Seite den Gasdiffusor (Loch- oder Gitterausführung) und die Düse aus feuerfestem Material (Aluminiumoxid oder anderes) zusammenzusetzen und auf der anderen Seite die Dichtung (Teflon) am Brennergriff anzubringen. Der Diffusor wird auf die Düse geschraubt, dann wird das andere Ende des Diffusors auf den Griffkörper geschraubt.
Die Elektrode wird in die Spannzange eingefädelt und das gesamte Bauteil von der Rückseite des Brenners eingeführt. Achten Sie darauf, dass die Elektrodenspannzange in der richtigen Richtung sitzt – der Absatz muss nach hinten zeigen, andernfalls würde er den Diffusor teilweise verstopfen und den korrekten Gasaustritt verhindern; zudem wäre die Elektrode dann nicht korrekt zentriert.
Jetzt müssen Sie nur noch die Spannkappe so aufschrauben, dass ein angemessener Druck auf die Spannzange ausgeübt wird und die Elektrode damit fixiert wird. Die Spannkraft beeinflusst dank der vorhandenen Dichtung nicht die Gasdichtigkeit.
Es ist zu beachten, dass die Elektrodenspannzange nur einem einzigen Elektrodendurchmesser entspricht. Wenn Sie mehrere Elektrodendurchmesser verwenden, benötigen Sie mehrere entsprechende Spannzangen. Außerdem kann die Elektrode auch von vorne eingefädelt werden, sobald die Kappe gelockert wurde.
Das folgende Schema fasst diese Schritte zusammen.

1 – Diffusor
2 – Düse
3 – Elektrodenspannzange
4 – Elektrode
5 – Kappe (hier: kurz und lang)