Das Schweißgas ist für die meisten Verfahren unverzichtbar: Es schützt das Schmelzbad vor Luft oder speist die Flamme. Je nach verwendeter Technik enthält die Schweißgasflasche Argon, ein Argon-CO₂-Gemisch oder Sauerstoff und Acetylen. Entdecken Sie unsere Auswahl an Flaschen und unsere Tipps zur Wahl des richtigen Gases.
Wozu dient Gas beim Schweißen?
Die Rolle des Schweißgases variiert je nach Verfahren. Beim MIG-MAG und beim TIG bildet es einen Schutzschild, der das Schmelzbad vor Oxidation durch Luft schützt und eine saubere Naht gewährleistet. Beim Flammschweißen speisen Sauerstoff und Acetylen den Brenner, der das Metall schmilzt. Ohne das richtige Gas ist eine qualitativ hochwertige Schweißung bei diesen Verfahren nicht möglich.
Das Gas für MIG-MAG
Beim MIG-MAG-Schweißen hängt die Wahl vom Metall ab. Stahl wird mit einem Argon-CO₂-Gemisch geschweißt, Aluminium mit reinem Argon. Diese Gase schützen das Schmelzbad während des Drahtvorschubs. Eine MIG-MAG-Gasflasche und ein Druckminderer-Durchflussmesser sind für das Gasverfahren unverzichtbar.
Das Gas für TIG
Das TIG-Schweißen verwendet reines Argon, ein inertes Gas, das die Wolframelektrode und das Schmelzbad schützt. Es ist die Gasflasche für das TIG-Schweißgerät schlechthin. Der am Druckminderer eingestellte Durchfluss ist entscheidend für die Qualität der Naht: weder zu gering (Verunreinigung) noch zu stark (Turbulenzen).
Das Gas für das Schweißbrennerverfahren
Für das Flammschweißen und das Autogenschneiden kombiniert das Schweißbrennergas Sauerstoff und Acetylen. Die Sauerstoffflasche für das Schweißen speist zusammen mit dem Acetylen den Autogenschweißbrenner, dessen Flamme sehr hohe Temperaturen erreicht. Dieses Verfahren dient zum Schweißen, Löten und Schneiden.
Miete oder Flasche ohne Vertrag?
Die Kosten des Schweißgases hängen von der Versorgungsart ab. Die klassische Miete erfordert eine jährliche Grundgebühr. Die nachfüllbare Flasche ohne Vertrag gehört Ihnen und kann frei nachgefüllt werden, ohne Abonnement: oft wirtschaftlicher bei gelegentlichem bis regelmäßigem Gebrauch. Wählen Sie entsprechend Ihrer Nutzungshäufigkeit.
Sicherheit und Lagerung
Druckgas erfordert strenge Vorsichtsmaßnahmen. Lagern Sie die Flaschen aufrecht, gesichert, in einem belüfteten Raum und weit entfernt von jeder Wärmequelle. Schließen Sie das Ventil nach dem Gebrauch, transportieren Sie sie gesichert auf einem Wagen und überprüfen Sie die Dichtheit der Anschlüsse mit Seifenwasser, niemals mit einer Flamme. Diese Regeln gelten für jede Schweißflasche.
Der Druckminderer-Durchflussmesser, das wichtigste Zubehörteil
Unabhängig vom Gasverfahren ist der Druckminderer-Durchflussmesser unverzichtbar: Er reduziert den hohen Druck der Flasche auf einen Betriebsdruck und legt den Gasdurchfluss fest. Ein gut eingestellter Durchfluss ist die Voraussetzung für einen wirksamen Schutz des Schmelzbades. Überprüfen Sie die Kompatibilität des Anschlusses mit dem Gas- und Flaschentyp. Es ist eine moderate Investition, die die Qualität Ihrer Nähte beim MIG-MAG wie beim TIG direkt beeinflusst.
Den Verbrauch abschätzen
Den Verbrauch an Schweißgas vorauszuplanen vermeidet Engpässe mitten in der Arbeit. Das Gas strömt während der gesamten Lichtbogendauer: Je mehr Sie schweißen, desto schneller leert sich die Flasche. Bei regelmäßigem Gebrauch verlängert ein großes Fassungsvermögen die Intervalle zwischen Nachfüllungen; bei gelegentlichem Gebrauch reicht eine kleine Flasche aus und lässt sich leicht verstauen. Beobachten Sie den vom Druckminderer angezeigten Restdruck, um die Gasflasche zu ersetzen oder nachzufüllen, bevor sie leer ist.
Nach dem Verfahren wählen, nicht umgekehrt
Der häufige Fehler ist, eine Gasflasche nach dem Zufallsprinzip zu wählen und dann das Verfahren anzupassen. Es muss umgekehrt gemacht werden: Man geht vom Verfahren und dem Metall aus und wählt dann das passende Gas. Das MIG-MAG-Verfahren für Stahl erfordert Argon-CO₂, das TIG-Verfahren reines Argon, die Flamme Sauerstoff-Acetylen. Ist das Gas festgelegt, wählt man das Fassungsvermögen nach Nutzungshäufigkeit und Versorgungsart (Miete oder ohne Vertrag). Diese Logik vermeidet unnötige Käufe und gewährleistet von Anfang an qualitativ hochwertige Schweißnähte. Im Zweifel über das für Ihr Gerät geeignete Gas empfiehlt es sich, vor dem Kauf die Verfahrensempfehlungen zu prüfen.
Unser Tipp
Wählen Sie Ihr Schweißgas je nach Verfahren: Argon-CO₂ für MIG-Stahl, reines Argon für TIG und MIG-Aluminium, Sauerstoff-Acetylen für die Flamme. Entscheiden Sie sich für ein Fassungsvermögen passend zu Ihrem Bedarf und, um Miete zu vermeiden, denken Sie an Flaschen ohne Vertrag. Vergessen Sie nicht den Druckminderer-Durchflussmesser. Stöbern Sie in unserer Auswahl an Schweißgasflaschen.
Häufige Fragen
Welches Gas je nach Schweißverfahren verwenden?
Für MIG-MAG-Stahl ein Argon-CO₂-Gemisch; für TIG und MIG-Aluminium reines Argon; für das Flammschweißen Sauerstoff und Acetylen. Das Gas wird immer nach Verfahren und bearbeitetem Metall gewählt.
Was ist der Unterschied zwischen Argon und Argon-CO₂?
Reines Argon ist ein inertes Gas, das beim TIG und beim MIG-Aluminium verwendet wird. Argon-CO₂ ist ein aktives Gemisch, das beim MIG-MAG auf Stahl verwendet wird, wo es für Einbrand und Lichtbogenstabilität sorgt. Sie werden nicht in denselben Verfahren eingesetzt.
Kann man die Miete einer Gasflasche vermeiden?
Ja, indem man sich für eine nachfüllbare Flasche ohne Vertrag entscheidet: Sie gehört Ihnen und kann frei nachgefüllt oder getauscht werden, ohne jährliche Grundgebühr. Bei gelegentlichem bis regelmäßigem Gebrauch ist das oft wirtschaftlicher als die klassische Miete.
Wie lagert man eine Schweißgasflasche sicher?
Aufrecht und gesichert, in einem belüfteten Raum, weit entfernt von jeder Wärmequelle. Schließen Sie das Ventil nach dem Gebrauch, transportieren Sie die Flasche gesichert auf einem Wagen und überprüfen Sie die Dichtheit der Anschlüsse mit Seifenwasser, niemals mit einer Flamme.
Was kostet eine Gasflasche zum Schweißen?
Der Preis einer Schweißgasflasche hängt vom Gas, der Kapazität und dem System mit oder ohne Vertrag ab. Argon und MIG-MAG-Gemische sind die gängigsten für Schweißgeräte.