Dieses Dokument soll die drei am häufigsten verwendeten Lichtbogenschweißverfahren, insbesondere von Hobbyanwendern, kurz vorstellen:

- Die MMA (111) Prozess,

- Die WIG Gleich- oder Wechselstromverfahren (141),

- Die MIG (131) / MAG (135) Prozess.

1 – Der MMA-Prozess (Manual Metal Arc – 111)

Es ist das bekannteste, einfachste und am weitesten verbreitete. Bestehend aus einem einfachen Transformator, der Wechselstrom liefert, sind moderne Schweißgeräte heute meist vom Typ „Inverter“, der Leistungshalbleiter verwendet, die viele Vorteile bieten: Gleichstrom ermöglicht die Anpassung der Polarität an den Elektrodentyp, höhere Leerlaufspannung, bessere Intensitätsregelung, Hilfsvorrichtungen wie Arc Force und Anti-Stick. Bei diesem Verfahren werden am häufigsten beschichtete Elektroden (allgemein als „Stäbe“ bezeichnet) mit einem Durchmesser von 1,6 bis 4 mm verwendet. Die einzige Einstellung, die bei diesen Schweißgeräten vorgenommen werden muss, ist die Intensität entsprechend dem Elektrodendurchmesser. Dieses Verfahren eignet sich für die tägliche Arbeit des Bastlers, hauptsächlich für Stahl mit einer Dicke von ca. 2 bis 10 mm. Manchmal mehr (in mehreren Durchgängen), aber selten weniger.

Was ist der Unterschied zwischen MIG MAG, WIG und Inverter MMA? DefinitionenBeispiel eines MMA-Schweißgeräts
Prinzip des MMA-Schweißens Prinzip des MMA-Schweißens

Hinweis: Zur Erinnerung: Das Fülldrahtverfahren (114, halbautomatisch ohne Gas) ist mit MMA verwandt, wobei die Elektrode durch einen durchgehenden Draht ersetzt wird, der sich abwickelt. In diesem Fall ist die primäre Einstellung die Drahtvorschubgeschwindigkeit. Bei groben Arbeiten, insbesondere beim Schweißen im Freien, kann dieses Verfahren eine Alternative zu MAG sein.

2 – Das WIG-Verfahren (Wolfram-Inertgas – 141)

Bei diesem Verfahren wird ein Stromgenerator verwendet, der dem von MMA ähnelt (durch Intensität reguliert), der Lichtbogen wird jedoch zwischen dem Werkstück und einer nicht verbrauchbaren Wolframelektrode erzeugt, unter dem Schutz eines neutralen Gases (im Allgemeinen reines Argon) und unter Zugabe eines Zusatzmetalls in Form von Stäben mit entsprechendem Durchmesser und der gleichen Beschaffenheit wie das zu schweißende Metall. In dieser Hinsicht ist das WIG-Verfahren aufgrund des Einsatzes beider Hände mit dem autogenen Brennerschweißen oder Hartlöten vergleichbar.

Das WIG-Verfahren ermöglicht die Herstellung sehr sauberer und sehr präziser Schweißnähte ohne Spritzer, Rauch oder Schlacke bei sehr dünnen Dicken (< 1 mm) von Metallen aller Art.

 Bitte beachten Sie jedoch: Es gibt zwei Arten von WIG-Schweißgeräten:

- DC (Gleichstrom) für Stahl, Edelstahl und möglicherweise Kupfer,

- AC/DC (Gleich- oder Wechselstrom) ermöglicht auch das Schweißen von Aluminiumlegierungen.

Der Preis für ein WIG-Schweißgerät variiert stark: sehr erschwinglich für die einfachsten DC-Modelle, bis hin zu deutlich höheren Preisen für AC/DC-Schweißgeräte mit zahlreichen Einstellungen.

Was ist der Unterschied zwischen MIG MAG, WIG und Inverter MMA? Definitionen – Detail 2 Beispiel eines WIG-Schweißgeräts
  Prinzip des WIG-SchweißensWIG-Schweißprinzip

Hinweis: Da E-Hand- und WIG-Gleichstromschweißgeräte auf demselben Stromgenerator basieren, ist jedes WIG-Schweißgerät zum E-Hand-Schweißen geeignet. Umgekehrt ist es möglich, mit einem E-Hand-Schweißgerät mit WIG-Gleichstrom zu schweißen, sofern ein Ventilbrenner zur manuellen Steuerung des Argondurchflusses verwendet wird. Das Fehlen einer anderen Einstellung als der Intensität, der Zündung des Kontaktlichtbogens, der Gasverschwendung und der Unbequemlichkeit des Benutzers schränkt diese Option jedoch auf den Ausnahmegebrauch ein.

VentilbrennerBeispiel eines Ventilbrenners

 3 – Der MIG- (Metal Inert Gas – 131) / MAG- (Metal Active Gas – 131) Prozess

Diese sogenannten „halbautomatischen“ Prozesse verwenden einen bestimmten Stromgenerator (spannungsgeregelt) und ein Zusatzmetall in Form eines Drahtes auf einer Spule, der mit der entsprechenden Geschwindigkeit abgewickelt wird. Die relativ komplexen Einstellungen (Spannung und Drahtgeschwindigkeit) dieser Schweißgeräte werden Anfängern manchmal durch Hilfsfunktionen, den sogenannten „Synergic-Modus“, erleichtert. Anders als beim WIG-Verfahren unterscheidet sich das verwendete Gas je nach zu schweißendem Metall:

- Reines Argon für Aluminiumlegierungen (MIG),

- Argon mit 2 % CO² für Edelstähle (MAG),

- Argon mit +/- 12 % CO² für niedriglegierte Stähle (MAG).

Dies erfordert je nach zu schweißendem Metall mehrere Gasflaschen. Auch die Brennerführung und die Vorschubrollen müssen entsprechend angepasst werden.

MIG-MAG-Schweißgerät Beispiel eines MIG-MAG-Schweißgeräts
Prinzip des MIG-MAG-Schweißens MIG-MAG-Schweißprinzip

Hinweis 1: Einige halbautomatische Schweißgeräte der Einstiegsklasse verzichten auf den „Euro“-Anschluss für den Brenner, was die Eingriffe am Liner erheblich erschwert und einen schnellen Brennerwechsel verhindert.

Hinweis 2: Da der Stromgenerator anders konstruiert ist als bei einem E-Hand- oder WIG-Schweißgerät, sind nur wenige halbautomatische Schweißgeräte wirklich in der Lage, mit beschichteten Elektroden zu schweißen (vorausgesetzt, die erforderlichen Anschlüsse sind vorhanden).

4 - Multiprozessschweißgeräte (als Referenz)

Da es einen Markt dafür gibt, sind Schweißgeräte erhältlich, die im MMA-Modus, WIG-Gleichstrom (mit Einschränkungen) und halbautomatischem MIG/MAG schweißen können. Nur bestimmte Modelle meistern diese schwierige Übung gut; Der Erfahrungsaustausch hilft dabei, diejenigen zu identifizieren, die sich bewährt haben. Bedenken Sie, dass Sie im Falle einer Panne mit einem solchen Gerät keine Möglichkeit zum Schweißen haben.

Beispiel eines Multiprozess-SchweißgerätsMultiprozess-Schweißgerät
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